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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie lange verbleibt ClO2 im Körper?



nextom
13.04.2010, 00:27
Chlordioxid, der "eigentliche" Wirkstoff von MMS, zerfällt, wie uns JH gezeigt hat, nach einiger Zeit in Wasser und Speisesalz. Soweit so gut. Doch nach welcher Zeitspanne genau eigentlich? Ich bin mir, ehrlich gesagt, nicht sicher, ob Jim das selbst weiß. Was ich jedenfalls zu registrieren glaube, ist ein Umdenken auf seiner Seite: Zuerst war seine Empfehlung, wenn ich mich recht erinnere, höchstens zweimal am Tag max. 15 Tropfen einzunehmen. In seinen neuen Protokollen empfiehlt er drei Tropfen pro Stunde, weil er erreichen möchte, dass das Körpergewebe möglichst rund um die Uhr mit Chlordioxid geflutet wird. Implizit heißt das für mich, dass er realisiert hat, dass Chlordioxid eine weitaus kürzere Verbleib-Dauer im Körper hat, als er bisher angenommen hatte. Doch wie lange ist nun die tatsächliche Dauer? Eine Stunde? Zwei Stunden? Wer kann uns hier genaueres sagen?

Morgaine
13.04.2010, 10:09
Hm, wenn ich an die Wochen denke, wo ich es nach seinem damaligen Protokoll genommen habe, also Steigerung bis zu 2 x15 Tropfen, (bei mir war das Ziel gewichtsabhängig sogar 3x 15) meine ich mich erinnern zu können, das körperliche Sensationen, die ich auf die Einnahme von MMS zurückführe, länger als 2-3 Stunden in den ersten Tagen anhielten. Abgebrochen dann bei der Tropfenzahl von ungefähr 2x 15 Tropfen.

Ich könnte mir vorstellen, dass das Protkoll das er heute vorschlägt eher eine bessere Verträglichkeit bewirken soll? Also rund um die Uhr mit kleineren Dosen, die eben nicht gleich zu Durchfall und Übelkeit bei uns etwas empfindlicheren Menschen, die nicht mehr so ein entbehrungsreiches Leben führen wie Afrikaner?

LG Morgaine

gefeu
13.04.2010, 23:37
hi nextom,
die aufteilung in viele kleine portionen hat schon eine reihe von positiven aspekten:
a) die aktivierung ist effizienter und es geht wahrscheinlich weniger ClO2 gas verloren, weil es weitgehend im glas bleibt und durch das nachgiessen von wasser oder saft eingefangen wird. verluste gibt es aber immer noch. JH begeht den fehler, dass die löslichkeiten der stoffe nicht korrekt berücksichtigt werden. das NaClO2-pulver lässt sich sehr hochkonzentriert auflösen( bis 650g in 1 liter H2O), die Säuren z.T. auch (ZS 50%, HCL < 35% und weinsäure auch zu 50%). ClO2 aber ist vergleichsweise nur <1,2% löslich und dabei muss das wasser nicht wärmer als 10° sein, bei 20° sind es weniger als 0,5% und bei 30° nur 0,2% bei 37° noch weniger (daher das aufstossen!). die höheren säurekonzentrationen ermöglichen nur kürzere aktivierungszeiten, führen aber dazu, dass wieder mehr ClO2 verloren geht, weil noch weniger wasser enthalten ist.
in den thread "twinoxide" den zuletzt willibald losgetreten hat, habe ich bereits geschrieben, dass man nicht wie JH verfahren soll, sondern mindestens mit 1 ml wasser pro tropfen NaClo2-lösung (MMS), das ist etwa die zwanzigfache menge. dass ich hier nur 1ml/T MMS verwende ist ein kompromiss an die aktivierungsgeschwindigkeit, damit es nicht zu lange dauert.
b) vor dem trinken wird weiter verdünnt mit wasser oder auch säften.
das ClO2-gas zerfällt eigentlich gar nicht, wenn es nur in wasser gelöst ist, kühl und dunkel gelagert wird. man kann es monate lang aufbewahren!

erst mit dem trinken beginnt die arbeit des ClO2, schon im mund findet es "arbeit", erst recht dann im magen, im darm und körper: der "oxidant" sauerstoff an seinem träger Chloratom findet sowohl antioxidantien, oder anaerobe pathogene und andere stoffe die gierig den sauerstoff wollen, dazu gehören auch die roten blutkörperchen, sie verbrennen aber nicht, sondern tragen hochaktiven sauerstoff zu den körperzellen.
wenn sich der sauerstoff vom chlor trennt, wird letzteres ein NaOH molekül finden und zum harmlosen Kochsalz verbunden. Der sauerstoff macht seine arbeit indem er pathogene verbrennt und/oder antioxidantien kompensiert/wirkungslos macht. das ClO2 ist auf diese weise verbraucht worden und das geht im körper relativ schnell vonstatten. ich denke 2h sind da schon sehr optimistisch lang.
c) der übergang vom magen inden darm bzw. körper hängt wohl von vielen parametern ab.
ist der magen leer und man trinkt kleine mengen der gut verdünnten ClO2-lösung ist die übernahme in den körper vermutlich sehr flott. weniger verdünnte lösung gast wegen der körperwärme aus und führt zum aufstossen und chlorigen geruch, weil bereits im magen das ClO2 an der "luft" zerfällt.
ist die getrunkene ClO2 menge groß (große tropfenzahl) wird in einer bestimmten zeit nur ein teil im körper und der rest im darm und tötet dort die anaeroben darmbakterien und führt ggf. auch zum durchfall. übertriebene tropfen mengen erzeugen also an mehreren stellen zu erheblichen verlusten des wertvollen ClO2 und können zusätzlich den körper schwächen, weil der wirkstoff nicht dort ankommt wo er hin soll.

d) die kontinuierliche einnahme des aktivierten MMS über tage hinweg ist ebenfalls schädlich, weil dabei nicht nur die zu entfernenden pathogene beseitigt werden, sondern auch sehr wichtige aminosäuren und vitamine und vieles andere mehr. (kann man bei dr. hesselink und w.Last nachlesen). eine einnahmepause erst nach 2-3 wochen zu machen halte ich deswegen auch schon für fahrlässig. meine empfehlung lautet: max. über 5-8h mms-einnahme(in kl.stundenrationen) mind. 3h pause bis zur vitamin/amino einnahme(vorzügl. natürlich).
glücklicherweise gibt es nun jetzt ja eine (amerikanische?)studie (hat willibald gefunden), die belegt, dass die regelmässige einnahme von ClO2 in geringen dosen unschädlich ist.
vg g

wolfgang storch
28.09.2010, 20:47
Der Stoffwechsel und die Kinetik von Chlordioxid, Chlorit und HOCl wurden von Abdel-Rahman , Couri und Bull untersucht.



Der Stoffwechsel und die Kinetik von Chlordioxid, Chlorit und HOCl wurden von Abdel-Rahman , Couri und Bull untersucht. Sie verwendeten Ratten als Versuchsobjekte . Die Studien zeigten, dass das aufgenommene Chlordioxid in Chlorid, Chlorite und Chlorate umgewandelt wird. Die aufgenommenen Mengen an Chlordioxid , Chlorit und HOCL wurden radioaktiv markiert. Schnell absorbierten die aufgenommenen Mengen und verteilten sich auf die einzelnen Organe (Tabelle) . In der Tabelle sind die beobachteten prozentualen Anteile der aufgenommen Mengen von Chlordioxid, Chlorit und HOCL benannt. Nach 72 Stunden war die Radioaktivität am höchsten Plasma gefolgt von Niere, Lunge, Magen. Im Plasma konnte nach 2 Stunden nach der oralen Einnahme ein Maximum der Radioaktivität festgestellt werden. Chlordioxid und seine Metaboliten wurden schneller als Chlor eliminiert.

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Tabelle




Chlordioxid (100mg/l) Chlorit ( 10 mg/l) HOCl (250 mg/l)

Plasma 0,72 0,55 0,77

Niere Kidney 0,81 0,42 0,39

Lunge Lung 0,74 0,45 0,34

Magen Stomad 0,70 0,46 0,20

Zwölffingerdarm Deodenum 0,29 0,34 0,28

Krummdarm Ileum 0,48 0,21 0,14

Leber Liver 0,38 0,20 0,20

Milz Spleen 0,25 0,29 0,23

Knochenmark Bone marrow 0,16 0,15 0,40

Erläuterungen zu der Tabelle:
Kopf: Konzentrationen der oral aufgenommenen Desinfektionsmittel
Zeilen : Funktionsorgane, in denen die prozentualen Anteile der oral aufgenommenen Desinfektionsmittel bestimmt wurden.

Aus der Tabelle ist erkennbar, dass das aufgenommene Chlordioxid mit Hilfe der Körperflüssigkeiten im gesamten Organismus der Ratten verteilt wird.
Bei anderen Lebewesen wird eine ähnliche Verteilung erfolgen. In der Studie wird eine mittlere Verweilzeit der desinfizierenden Mittel von 36 Stunden angegeben.
Die desinfizierende Wirksamkeit der Mittel wird näherungsweise durch das Produkt ( Ct-Produkt) aus der Konzentration und der Kontaktzeit mit den zu inaktivierenden Bakterien, Viren, Protozoen beschrieben.
Wird angenommen, dass für eine 99%-ige Inaktivierung der Protozoen ( dazu gehören auch Malariaerreger) ein Ct-Wert von 40 mg*min/l erreicht werden muss, dann wäre bei einer Kontaktzeit von 36 Stunden ( t = 2160 min) eine Chlordioxid-Konzentration von C= 0,018 mg/l erforderlich. In der Niere der Ratten wurden nach Tabelle 1 0,81% der oral aufgenommenen Chlordioxidmenge gefunden. Um die Inaktivierungskonzentration C= 0,018 mg/l zu erreichen, müsste dann die Ratte Chlordioxidwasser mit einer Konzentration 2,2 mg/l oral aufgenommen haben. Dies würde bei einer 0,3%-igen Chlordioxidkonzentration einer Zugabe von 15 Tropfen pro Liter Wasser entsprechen.
Zur Inaktivierung von Bakterien und Viren würde eine geringere Tropfenzahl wegen der niedrigeren Ct-Werte erforderlich sein.
Wenn man diese Ergebnisse auf höhere Lebewesen ( z.B. Menschen) überträgt, dann lassen sich die notwendigen Dosierungsanweisungen ableiten.

Kalle
29.09.2010, 00:23
Hallo Wolfgang Storch,

Hochinteressante Fakten. Die Autoren haben mehrere Arbeiten gemeinsam verfasst. Ist es möglich die zitierte Arbeit genauer zu benennen oder einen link dahin zu präsentieren?

Danke
KALLE (Moderator)

wolfgang storch
29.09.2010, 18:32
Hallo Kalle,
ich habe die Links zu den Quellen meines Beitrages zusammengestellt:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1569026/ (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1569026/)
Metabolism and pharmacokinetics of alternate drinking water disinfectants.
M S Abdel-Rahman, D Couri, and R J Bull
Hier ist nach eine Information zu einer kontrollierten Studie:
http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6WFT-4MW3307-7&_user=10&_coverDate=08%2F31%2F1981&_rdoc=1&_fmt=high&_orig=search&_origin=search&_sort=d&_docanchor=&view=c&_searchStrId=1478459856&_rerunOrigin=scholar.google&_acct=C000050221&_version=1&_urlVersion=0&_userid=10&md5=0fc5386e6a49ae01cdd7c84f26e558bc&searchtype=a (http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&_udi=B6WFT-4MW3307-7&_user=10&_coverDate=08%2F31%2F1981&_rdoc=1&_fmt=high&_orig=search&_origin=search&_sort=d&_docanchor=&view=c&_searchStrId=1478459856&_rerunOrigin=scholar.google&_acct=C0000%20)
Controlled clinical evaluations of chlorine dioxide, chlorite and chlorate
in man


Es gibt nun weitere Berichte zum Stoffwechsel bei Ratten, die Natriumchlorit(d) und Chlorat bekommen haben.
Für mich sind diese Betrachtungen wichtig, da sie die Grundlage für Plausibilitätserklärungen sein können.
Bisher konnte ich die Wirkungen von Chlordioxid im lebenden Blut mit Hilfe der Dunkelfeldmikroskopie beobachten. Diese Berichte sind in www.malaria-hilfe.de (http://www.malaria-hilfe.de) -Dunkelfeldmikroskopie zu finden.

Viele Grüße
Wolfgang

Kalle
29.09.2010, 23:30
Beim Studium des Beitrags #6 von Wolfgang Storch habe ich auch den link www.malaria-hilfe.de aktiviert. Über das was ich dort las, war ich äusserst erstaunt. Man kann das, was dort steht als eine Art Gegenentwurf zur Kirchengründung von Jim Humble verstehen (Verein statt Kirche). Im Vordergrund stehen die Kranken und klare Ziele werden einleuchtend formuliert. Es wäre wirklich wünschenswert, dass sich ein Sponsor dieses Vereins annimmt und ihn in die Lage versetzt, Gedrucktes mit Leben zu erfüllen, um es dann in der Wirklichkeit zu erproben. Der Lohn wäre riesig.

KALLE(Moderator)

gefeu
19.11.2010, 15:41
hallo Wolfgang,
hab den beitrag 4 erst jetzt zufällig erhascht und da ist mir schon etwas kritik aufgefallen. ich hatte ja auch längere zeit noch weniger zeit für das forum.
zur verteilung des ClO2 im körper mag die messung mit der radiomarkierung sehr gut dienlich sein, aber wohl weniger mit der verweilzeit als ClO2. Die markierung ist den Chlor oder Sauerstoffisotopen aufgeprägt und haben ihre voneinander unabhängige zerfallzeit. der chemische zerfall aber ist nicht mit dem radioaktiven zerfall synchronisiert, deswegen lässt der nachweis der isotopen auch 72h nach der einnahme nicht darauf schliessen, das ClO2 sei noch als verbindung intakt.
interessant ist es zweifelsohne wann die konzentrationen in den verschiedenen organen/körperteilen auftauchen. wenn man dabei nun die mittlere bestandzeit des ClO2 abzieht, weiss man schon besser wie die organe "behandelbar" sind. da das ClO2 im körper sicher kürzere bestandzeiten als 72h hat, wären die ersten 4h für mich wesentlich wichtiger.

die aussage

Chlordioxid und seine Metaboliten wurden schneller als Chlor eliminiert.
wäre auch näher zu begründen, denn wenn das Clor radioaktiv markiert war, wie unterscheiden sich zerfallsweise Chlor als gas/metabolit und chlor als bestandteil von ClO2? Letzteres wird ja zum NaCl gebunden und könnte als schweiss und urin ausgeschieden werden. dann wird es so auch weniger. aber sollten metaboliten nicht auch irgendwie den körper verlassen? ausgeschwemmt werden?
vg g

biowolf
19.11.2010, 19:33
Verein statt Kirche
Hallo Kalle,

ich hatte ähnliche Gedanken.
Ich denke, daß die Amis wegen dem geschützen Status eher zu einer Kirche tendieren. Bei uns würde man einfach einen Verein gründen, weil das mit der Kirche ungleich schwerer ist.

MfG